Facebook kauft Whatsapp für 19 Milliarden Dollar

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Eintrag von Norman am 20 February 2014 | 1 Kommentare

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Die heutige Meldung hat mich echt geschockt. Ich beobachte den Markt und Startups in der ganzen Welt schon ein paar Jahre, aber so einen großen Invest habe ich noch nie gesehen. Warum bezahlt Facebook insgesamt 19 Milliarden Dollar fü einen Messaging Dienst wie Whatsapp? Darauf will ich heute mal näher eingehen.

Zunächst aber erstmal ein paar Hintergrundinformationen. In Bar zahlt Facebook mal eben aus der Portokasse 4 Milliarden an Whatsapp. Weitere 12 Milliarden kommen später in Form von Facebook-Aktien hinzu. Im späteren Verlauf der Übernahme kommen nochmal 3 Milliarden Dollar für die Gründer und die Mitarbeiter hinzu. Wer jetzt mitgerechnet hat, kommt auf die stolze Summe von 19 Milliarden. Wow!

Nun zu den Fakten, warum Whatsapp soviel wert ist:

  • Bei Whatsapp arbeiten "nur" 32 Entwickler (zum Vergleich: Bei Facebook sind es ca. 6300 Mitarbeiter)
  • Es wurde noch nie Geld in Marketingaktivitäten investiert
  • Jeden Tag verschicken die User von Whatsapp insgesamt 50 Milliarden Nachrichten
  • Für diese Zahl an Nachrichten sind ca. 450 Millionen Nutzer verantwortlich (weltweit)
  • Täglich benutzen davon 72% den Nachrichtendienst, um sich mit Freunden auszutauschen
  • Jeden Tag kommen 1 Millionen Nutzer hinzu
  • Die Gründer gehen davon aus, dass  in den nächsten Jahren 5 Milliarden Menschen ihren Dienst nutzen werden
  • Die Verhandlungen zwischen Facebook und Whatsapp haben bereits Ende 2012 begonnen

Wer nun der Meinung ist: "Supi...ich gründe jetzt auch mal eben ein Unternehmen und lasse mich nach ein paar Jahren von Facebook kaufen!" - Der hat schonmal den ersten Grundstein gelegt. Ich rate jedem dazu, seine Ideen zu verwirklichen. Nicht anders ist mein Unternehmen entstanden. Ich hatte eine Idee und habe sie einfach in die Tat umgesetzt. Ich wurde zwar nicht gekauft, aber das war auch nie mein Ziel. Ich wollte eine Basis schaffen und in einem kreativen Umfeld arbeiten. Seit 10 Jahren gibt es Brandfisher nun und wir entwickeln uns stetig weiter. Mittlerweile arbeiten hier 8 Menschen und wir haben jede Menge Spaß zusammen - Das war mein Ziel: Mit Spaß an der Arbeit, seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Alles andere kommt von alleine. Wir rennen keinen Zeitplänen hinterher oder müssen Produktionsreihen fertigstellen, sondern wir arbeiten kreativ. Wir denken uns für unsere Kunden Dinge aus, die Ihnen dabei helfen erfolgreich im Geschäft zu sein. Neben unserer eigentlichen Arbeit, fallen uns natürlich auch Dinge wie Whatsapp und Co. ein. Und weil wir die Zeit dazu haben, setzen wir unsere Ideen auch um. Die Präsentation der A-Klasse zum Beispiel war eins dieser Projekte. 3D-Mapping war damals für uns nur so eine Idee, mit der wir hier im Büro rumgespielt hatten. Als wir die Anfrage reinbekamen, hatten wir keine Ahnung, wie wir das hinbekommen sollen. Wir hatten zwar zuvor schon die ersten Gehversuche gemacht und kleinere Projektionen auf einem Pappkarton und anderen Dingen realisiert - aber auf einem Auto? Trotzdem und besonders weil wir so große Lust auf die Herausforderung hatten, nahmen wir den Auftrag an. Nach 2 Monaten stand das Ergebnis und das konnte sich wirklich sehen lassen. Hier findet Ihr ein Making-of und das Video von der Show.

 

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Kommentare

  • Viele haben sich nach der Übernahme duch Facebook ja für Alternativen entschieden. Einen interessanten Artikel dazu gibt es auch auf http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-02/29543374-internationaler-boom-fuer-whatsapp-alternativen-threema-und-telegram-016.htm
    Ich bin dennoch sehr gespannt, wie sich das alles in Zukunft noch entwickeln wird, zumal ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass viele Bekannte wieder komplett auf Whatsapp umgestellt haben.

    Geschrieben von Thomas, 26/08/2014 10:44am (vor 3 Jahre)

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